„Wir sind bereit!“ – Heleen Jaques blickt optimistisch auf den Rückrundenstart in Hamburg
Die kurze Winterpause ist vorbei. Am kommenden Sonntag steht für die SGS die erste Ligapartie des neuen Jahres an. Gleichzeitig ist es auch das erste Pflichtspiel an der Seitenlinie für die neue Trainerin Heleen Jaques. Die Vorfreude ist spürbar.
„Ich freue mich unglaublich auf mein erstes Pflichtspiel für die SGS. Genau für diesen Moment macht man die ganze Vorbereitung: für Spiele, die man gewinnen will, und in denen man zeigen kann, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Die Vorfreude, die Energie – alles ist da. Wir sind bereit, um den nächsten Schritt zu machen!“
Etwas mehr als drei Wochen hatte die Belgierin nun Zeit, sich ein Bild von der Mannschaft zu machen und sie auf den Pflichtspielauftakt vorzubereiten. Auf ihre ersten Wochen in Schönebeck blickt Jaques sehr positiv. „Ich bin besonders zufrieden mit der Einstellung, der Proaktivität und dem täglichen Engagement der Spielerinnen. Jede Trainingseinheit war ein Zeichen, dass dieses Team weiterkommen will. Gleichzeitig hat mich auch die Art und Weise beeindruckt, wie mich der Verein und das gesamte Trainerteam aufgenommen haben. Ich habe mich vom ersten Tag an als Teil dieser Einheit gefühlt. Das gibt zusätzliche Motivation.“
Und auch inhaltlich ist die 37-Jährige ausgesprochen zufrieden mit dem Zustand ihres Teams. „Insgesamt hat die Vorbereitung klar gezeigt, dass wir organisatorisch und disziplinarisch auf dem Platz große Schritte nach vorne gemacht haben. Die Struktur im Spiel wird immer stabiler. Aber wir wissen auch, dass wir noch enorm viel Entwicklungspotenzial haben.“
Jaques selbst hat in der Saison 2010/2011, in der sie für den Herforder SV auflief, zwei Partien gegen den Hamburger SV absolviert. Diese gingen seiner Zeit beide verloren, doch seitdem ist viel Zeit vergangen und die Voraussetzungen sind gänzlich andere. Der HSV steht hinter der SGS auf dem ersten Abstiegsrang in der Bundesliga und hat seit dem vierten Spieltag keine Partie mehr gewinnen können. Das 1:0 in Leipzig war das bislang einzige Erfolgserlebnis für die Hanseatinnen in der laufenden Saison. Das Hinspiel an der Hafenstraße am zweiten Spieltag endete torlos 0:0.
„Hamburg schätze ich als einen Gegner ein, der vor allem über schnelle Umschaltmomente und starke Zweikampfführung kommt“, meint Jaques über den anstehenden Gegner. „Dazu kommt, dass wir abwarten müssen, wie sie sich mit den neuen Transfers präsentieren. Sie sind unberechenbar und werden hochintensiv spielen – darauf müssen wir vorbereitet sein.“
Mit einem Sieg im Volksparkstadion könnten sich die Essenerinnen bis auf fünf Punkte vom HSV absetzen. Die Marschroute dafür ist klar. „Wir müssen in jeder Sekunde absoluten Siegeswillen zeigen“, betont die SGS-Trainerin. „Wir brauchen Disziplin im Defensivverhalten und gleichzeitig Glauben an unsere offensive Qualität, denn wir haben genug Fähigkeiten, um Druck zu machen und Chancen zu kreieren. Wenn wir unsere Stärken mutig ausspielen, sind wir schwer zu schlagen. Was mich besonders optimistisch macht, ist die Einheit und der Spirit in dieser Mannschaft. Diese Gruppe hat eine Mentalität, in der jede für die andere arbeitet. Wir haben die Energie, die Bereitschaft und den Zusammenhalt, um in Hamburg ein starkes Zeichen zu setzen.“
Spielplan der ERSTEN
© SGS-Bericht
Last update: 22.01.2026 15:32
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