SGS verliert turbulente Partie gegen Union Berlin
Zwischenzeitlich sah alles nach einem wichtigen Erfolgserlebnis für die SGS aus, doch nach eine 2:0-Führung kurz vor der Pause gaben die Lila-Weißen die Begegnung doch noch aus der Hand und verloren am Ende vor 1502 Zuschauern im Stadion an der Hafenstraße mit 2:4.
Die erste gute Gelegenheit der Partie gehörte den Essenerinnen in der dritten Spielminute. Maike Berentzen flankte den Ball in den Strafraum, wo der Abschluss von Shari van Belle noch zu harmlos geriet. Praktisch im direkten Gegenzug wurden auch die Gäste erstmals gefährlich, doch Lena Ostermeier konnte den Versuch von Eileen Campbell kurz vor der Linie klären.
In der Folge entwickelte sich eine Partie, in der sich beide Mannschaften schwertaten, größere Möglichkeiten herauszuspielen. Union hatte mehr Ballbesitz, Essen stand zunächst etwas tiefer und lauerte auf Konter.
Mit zunehmender Spielzeit wurde die SGS aber immer mutiger und kam vermehrt zu Ballgewinnen in der gegnerischen Hälfte. So auch in der 34. Minute, als Berentzen den Ball eroberte und rauslegte auf van Belle, deren scharfe Flanke in die Mitte Ramona Maier nur um Haaresbreite verpasste.
Wenig später trieb Lena Ostermeier den Ball aus der eigenen Hälfte nach vorne, spielte am gegnerischen Sechzehner einen Doppelpass mit Jacqueline Meißner und schloss ab, jedoch zu zentral auf die Torhüterin.
In der 36. Minute durften die Lila-Weißen dann jubeln. Erneut leitete ein Ballgewinn auf der rechten Seite den Angriff ein, Paulina Platner kam an den Ball, hielt nach Zusammenspiel mit Maier einfach mal aus über 20 Metern drauf und traf ins lange Eck. Fünf Minuten später konnte Kim Sindermann im Essener Kasten die Führung festhalten, als sie einen Kopfball von Campbell sehenswert zur Ecke parierte.
41 Minuten waren gespielt, da kam Maier nach einem Einwurf im Strafraum an die Kugel, setzte sich stark im Zweikampf durch und jagte das Spielgerät zum umjubelten 2:0 ins Netz. Kurz vor der Pause gelang den Berlinerinnen allerdings noch der Anschlusstreffer durch Lisa Heiseler.
Auch nach dem Seitenwechsel hatte die SGS die erste Gelegenheit, doch Leonie Köpp verfehlte das Tor nach Zuspiel von van Belle um etwa einen Meter. In der 51. Minute war es dann erneut Sindermann, die mit einer spektakulären Parade den Einschlag verhinderte. Bei der darauffolgenden Ecke war sie dann aber machtlos und Campbell netzte zum Ausgleich ein.
Im direkten Gegenzug hatten die Essenerinnen die große Gelegenheit, um direkt wieder in Führung zu gehen. Maier brachte das Leder scharf vor den Kasten, van Belle grätscht ihn Richtung Tor, doch genau auf der Linie war Berlins Torhüterin Cara Bösl zur Stelle und verhinderte den Treffer.
Zehn Minuten später war es erneut Campbell, die nach einer Flanke von der linken Seite zur Union-Führung einköpfte. Die SGS mühte sich in der Folge sichtlich, noch zum Ausgleich zu kommen, konnte sich aber kaum noch zwingende Torchancen erarbeiten. Die eingewechselte Julie Terlinden setzte noch einmal zu einem Solo an, ihr Abschluss war dann aber zu harmlos. Mit dem Schlusspfiff traf Berlin dann sogar noch zum 2:4.
„Es war ein wirklich turbulentes Spiel“, meinte Trainerin Heleen Jaques im Anschluss an die Partie. „Wir hatten einen Traumstart, gehen mit 2:0 in Führung und kassieren kurz vor der Pause noch den Anschlusstreffer. Das hat uns nicht gutgetan und Union beflügelt. Wir waren eigentlich gut im Flow, hatten eine gute Ordnung und eine gute Struktur, kassieren dann aber noch drei Gegentore und verlieren das Spiel.“
Weiter geht es für die Essenerinnen am Montag, den 09. Februar mit dem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln. Die SGS-Trainerin blieb trotz der Niederlage weiterhin optimistisch. „Wir haben auch heute wieder Schritte nach vorne gemacht in unserer Entwicklung. Natürlich haben wir noch Luft nach oben, aber die Mädels arbeiten sehr hart. Wir müssen jetzt die Köpfe frei bekommen und zusammenhalten, denn der Weg ist noch lang.“
SGS Essen:
Kim Sindermann - Paula Flach, Vanessa Fürst (69. Natasha Kowalski), Ramona Maier, Laureta Elmazi (15. Leoni Köpp), Maike Berentzen (69. Julie Terlinden), Shari van Belle, Jacqueline Meißner (86. Maria Agerholm Olsen), Lena Ostermeier, Paulina Platner, Lany Bäcker
Spielzusammenschnitt auf YouTube - sky sport
Spielplan der ERSTEN
© SGS-Bericht
Last update: 31.01.2026 18:07
Last update: 20.02.2020 - 21:42