SGS Essen zeigt viel Druck und Einsatz, kommt gegen den SV Meppen aber nicht über ein 1:1 hinaus
Die SGS Essen hat sich am achten Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga mit einem 1:1 (0:1) vom SV Meppen getrennt. Vor heimischem Publikum zeigte die Mannschaft von Heleen Jaques über weite Strecken eine druckvolle Vorstellung, musste nach einem effizienten Angriff der Gäste aber zunächst einem Rückstand hinterherlaufen. Kyra Spitzner sorgte in der zweiten Halbzeit per Elfmeter für den Ausgleich.
credit: © 2026 Michael Gehrmann
Die SGS erwischte einen sehr guten Start in die Partie. Die Essenerinnen liefen Meppen hoch an, hatten viel Ballbesitz und versuchten von Beginn an, das eigene Spiel durchzusetzen. Bereits in den ersten 20 Minuten ergaben sich mehrere gute Möglichkeiten, bei denen die SGS durchaus zwei oder drei Treffer hätte erzielen können. Die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte jedoch.
Meppen blieb bei gelegentlichen Umschaltmomenten gefährlich. Nach einem langen Ball konnten die Gäste den Ball vorne festmachen und anschließend überlegt ins rechte Eck abschließen. Kurz vor der Halbzeit ging Meppen damit mit 1:0 in Führung.
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Auch nach dem Seitenwechsel blieb die SGS ihrer Linie treu. Die Mannschaft erhöhte den Druck und versuchte weiterhin, das Spiel mit Ball zu kontrollieren und sich Möglichkeiten herauszuspielen. Meppen zog sich zunehmend zurück, verteidigte kompakt und lauerte auf Konter.
Die SGS blieb dennoch die aktivere Mannschaft und kam zu weiteren Möglichkeiten. Insgesamt wurden den Essenerinnen zwei Strafstöße zugesprochen. Einen davon verwandelte Kyra Spitzner in der 67. Minute zum 1:1-Ausgleich.
Auch danach wollte die SGS mehr. Die Mannschaft blieb offensiv ausgerichtet und suchte den Weg zum Siegtreffer. Gegen die tief stehenden Gäste fehlte in den entscheidenden Situationen allerdings die letzte Klarheit, sodass es trotz des anhaltenden Drucks beim 1:1 blieb.
„Vom Einsatz her kann man sehr zufrieden sein. Wir haben Meppen sehr gut unter Druck setzen können. Vor dem Tor und in Abschlusspositionen müssen wir aber deutlich effizienter und klarer werden, um diese Spiele für uns zu entscheiden“, ordnet der sportliche Leiter Daniel Kraus die Partie ein.
Auch Heleen Jaques sieht die Mannschaft auf dem richtigen Weg: „Wir haben in der ersten Halbzeit versucht, hoch anzulaufen und unser Spiel zu spielen. Da hatten wir schon Chancen, bei denen wir eigentlich zwei oder drei Tore in den ersten 20 Minuten schießen können. Das machen wir leider nicht und gehen dann kurz vor der Halbzeit mit 0:1 in Rückstand. Trotzdem haben wir auch in der zweiten Halbzeit versucht, unser Spiel zu machen, und bekommen dann zwei Elfmeter. Leider geht nur einer davon rein. Ich glaube, mit Ball haben wir es insgesamt okay gemacht. Wir sind auf dem Weg, wir machen Schritte – und jetzt müssen wir an den Weg glauben, den wir gehen.“
Mit dem Unentschieden steht die SGS nach acht Spieltagen bei 17 Punkten und belegt weiterhin den vierten Tabellenplatz. Meppen folgt mit 14 Punkten auf Rang fünf.
Für die SGS bleibt damit vor allem die Erkenntnis, dass die Mannschaft auch gegen einen defensiv tief stehenden Gegner über weite Strecken Druck entwickeln und das eigene Spiel durchsetzen kann. Der nächste Schritt liegt nun darin, diese Dominanz in den entscheidenden Situationen noch konsequenter in Tore und damit in drei Punkte umzuwandeln.
SGS Essen:
Kim Sindermann - Joelle Steiner (66. Leonie Köpp), Jule Schnieder (86. Jana Feldkamp), Emilia Watermeier (66. Vanessza Nagy), Antonia Baaß, Laura Bröring, Anja Heuschkel (58. Lany Bäcker), Karla Brinkmann, Anna Wirnsberger (58. Helen Börner), Kyra Spitzner
Das Spiel in voller Länge auf Leagues
Spielplan der ERSTEN
Zuschauer: 1.043
© SGS-Bericht
