SGS muss sich in Berlin geschlagen geben

SGS muss sich in Berlin geschlagen geben

Viktoria Berlin gewinnt das Spitzenspiel mit 1:0 – SGS zeigt nach dem Gegentor eine deutliche Reaktion

Die SGS Essen hat im Spitzenspiel beim FC Viktoria Berlin ihre erste Niederlage der Saison hinnehmen müssen. Die Gastgeberinnen setzten sich im Stadion Lichterfelde mit 1:0 durch. Nach einer schwierigen ersten Halbzeit zeigte die SGS nach dem Gegentor eine deutliche Reaktion, konnte sich für ihren Aufwand in der verbleibenden Spielzeit aber nicht mehr mit dem Ausgleich belohnen.

Viktoria erwischte den besseren Start und setzte die SGS früh unter Druck. Besonders über Standardsituationen entstand immer wieder Gefahr. Insgesamt kamen die Berlinerinnen in der ersten Halbzeit auf elf Ecken. Torhüterin Kim Sindermann hielt ihre Mannschaft dabei mehrfach im Spiel, unter anderem nach einem Abschluss im Anschluss an eine Ecke sowie bei weiteren gefährlichen Situationen.

Die SGS fand nur phasenweise Entlastung. Zwar gab es immer wieder Ansätze nach vorne, insgesamt agierte Essen mit Ball jedoch zu statisch und leistete sich zu viele einfache Ballverluste. Häufig endeten Angriffe bereits mit langen Bällen aus der Innenverteidigung, während die vorderen Spielerinnen zu selten gefunden wurden.

„Wir sind nicht richtig in unser Spiel gekommen, das müssen wir ehrlich sagen. Viktoria Berlin hat es gut gemacht“, ordnete Heleen Jaques die erste Halbzeit ein. „Wir sind ein paar Mal gut herausgekommen, aber es waren insgesamt zu wenige Dinge dabei, für die wir stehen.“

Nach der Pause entwickelte sich zunächst ein ausgeglicheneres Spiel. Dann fiel das entscheidende Tor: Die SGS bekam im Bereich vor dem Strafraum nicht genügend Druck auf den Ball. Den anschließenden Abschluss konnte Kim Sindermann noch nach vorne abwehren, Melina Reuter reagierte beim Nachschuss am schnellsten und brachte Viktoria mit 1:0 in Führung.

Der Gegentreffer wirkte bei der SGS jedoch wie ein Weckruf. In der verbleibenden Spielzeit zeigte die Mannschaft eine deutlich andere Körpersprache, ließ den Ball besser laufen und übernahm zunehmend die Initiative. Essen kam häufiger ins letzte Drittel und wollte den Ausgleich erzwingen. Allerdings gelang es der SGS nur selten, aus der größeren Spielkontrolle auch wirklich klare Torchancen zu entwickeln.

„Mit der Reaktion nach dem Gegentor bin ich zufrieden, weil man gespürt hat, dass wir unbedingt auch unseren Treffer machen wollten“, sagte der sportliche Leiter Daniel Kraus. „Wir haben dann den Ball viel besser laufen lassen und kamen oft ins letzte Drittel.“

Die beste Möglichkeit zum Ausgleich hatte Antonia Baaß. Nach einem starken Zuspiel von Kyra Spitzner lief sie frei auf die Berliner Torhüterin zu. Ihren Abschluss in Richtung lange Ecke parierte die Torhüterin mit dem Fuß. Auch in der Schlussphase blieb die SGS aktiv und suchte weiter nach der Lücke. Für Karla Brinkmann ergab sich kurz vor dem Ende noch eine Kopfballmöglichkeit.
Der Ausgleich sollte jedoch nicht mehr fallen. Viktoria Berlin verteidigte den knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff und fügte der SGS damit die erste Niederlage nach zuvor sechs ungeschlagenen Spielen zu.

„Aber heute war es insgesamt zu wenig“, bilanzierte Heleen Jaques. „Ich glaube, es ist ein Moment, in dem wir uns selbst reflektieren und wieder an unserem Standard arbeiten müssen. Wir haben das Spiel verloren, aber es geht weiter. Wir müssen vorangehen und weitermachen.“

Auch Daniel Kraus blickte bereits auf die nächste Aufgabe: „Wir müssen aus der Niederlage die richtigen Schlüsse ziehen und wieder in unsere gewohnte Intensität und Abläufe kommen. Am kommenden Wochenende im Pokal werden diese Tugenden gefragt sein.“
Die SGS bleibt damit bei 16 Punkten und richtet den Blick nun auf die nächste Aufgabe im DFB-Pokal.

SGS Essen:
Kim Sindermann - Jule Schnieder (61. Helen Börner), Antonia Baaß (82. Leonie Köpp), Laura Bröring, Vanessza Nagy, Anja Heuschkel (76. Alexandra Nestel), Kala Brinkmann, Anna Wirnsberger, Selina Albrecht, Kyra Spitzner (75. Lia Henkelmann), Jana Feldkamp (61. Joelle Steiner)

Spielzusammenschnitt auf YouTube

Spielplan der ERSTEN

Titel credit: © 2026 Michael Gehrmann

© SGS-Bericht

Zurück zum Blog