SGS Essen dreht frühen Rückstand und gewinnt beim FC Schalke 04 mit 4:1 – 2.320 Zuschauer erleben einen besonderen Pokaltag
Die SGS Essen steht in der nächsten Runde des DFB-Pokals. Im historischen Revierderby beim FC Schalke 04 setzte sich die SGS mit 4:1 (2:1) durch. Vor 2.320 Zuschauerinnen und Zuschauern erwischte Essen allerdings einen denkbar schlechten Start: Bereits nach drei Minuten brachte Jolina Opladen die Gastgeberinnen in Führung.
Die SGS brauchte einen Moment, um in die Partie zu finden. Schalke spielte mutig und stellte die Essenerinnen zunächst vor einige Aufgaben. Mit zunehmender Spieldauer fand die SGS jedoch besser ins eigene Spiel, wurde sicherer im Ballbesitz und entwickelte immer mehr Kontrolle.
„Die erste Halbzeit war für uns harte Arbeit. Bei dem frühen Gegentor hatten wir keine gute Zuordnung“, ordnete Heleen Jaques ein. Gleichzeitig hob die SGS-Cheftrainerin die Reaktion ihrer Mannschaft hervor: „Positiv war, dass wir unser eigenes Spiel schnell wiedergefunden haben. Manchmal musst du auch ein bisschen Glück haben.“
In der 26. Minute fiel der Ausgleich. Laura Bröring setzte sich in einer guten Offensivaktion durch und traf zum 1:1. Die SGS blieb anschließend dran und belohnte sich unmittelbar vor der Pause für ihre Reaktion. In der dritten Minute der Nachspielzeit köpfte Karla Brinkmann den Ball zur 2:1-Führung ins Tor.
Ein wichtiger Moment, wie auch Jaques anschließend feststellte: „Das war so ein bisschen der Killer für Schalke.“
Schalke kam allerdings mit Energie aus der Kabine und hatte kurz nach Wiederbeginn die große Möglichkeit zum Ausgleich. Der Ball landete am Pfosten. Die SGS überstand diese Phase und setzte anschließend selbst wieder Akzente. In der 59. Minute erhöhte Antonia Baaß auf 3:1. Nur wenige Minuten später sorgte die eingewechselte Leonie Köpp mit dem 4:1 für die Vorentscheidung.
Dabei zeigte die SGS auch nach der Pause immer wieder gute Kombinationen und Lösungen im eigenen Ballbesitz. Gleichzeitig blieb Schalke über Kontersituationen gefährlich und gab sich trotz des Rückstands nicht auf.
„Ein verdienter Sieg vor toller Kulisse. Für die Zuschauer sicher sehr interessant, da es viele Aktionen in den Strafräumen gab“, bilanzierte der sportliche Leiter Daniel Kraus. „Für uns war es wichtig, auf den frühen Rückstand gut zu reagieren und die Intensität zu behalten. Das ist gelungen und mit dem zweiten Tor direkt vor der Halbzeit war das Momentum auch bei uns.“
Mit Blick auf die zweite Halbzeit sieht Kraus dennoch weitere Entwicklungsmöglichkeiten: „Schalke war trotzdem immer wieder gefährlich bei Kontern und wir können ab Mitte der zweiten Halbzeit sicher noch klarer unsere Momente zu Ende spielen.“
Für die junge SGS-Mannschaft war das Derby damit nicht nur ein besonderer Pokaltag vor großer Kulisse, sondern auch eine weitere wichtige Erfahrung auf ihrem Entwicklungsweg.
„Für unser junges Team wieder ein gutes Spiel, um Erfahrungen zu sammeln und auch das Bewusstsein dafür zu festigen, was uns stark macht“, so Kraus.
Auch Heleen Jaques richtete den Blick auf genau diese Entwicklung. Entscheidend sei, die eigene Spielweise über die gesamte Partie konsequent durchzuziehen: mutig und hungrig im Ballbesitz, ballsicher in den entscheidenden Räumen und mit der Bereitschaft, auch gegen den Ball offensiv zu bleiben.
Mit dem 4:1-Erfolg beim FC Schalke 04 zieht die SGS Essen damit in die nächste Runde des DFB-Pokals ein. Ein besonderer Pokaltag im Parkstadion endet für die Essenerinnen mit einem verdienten Erfolg – und wichtigen Erfahrungen für die weitere Entwicklung der jungen Mannschaft.
SGS Essen:
Julia Kassen - Joelle Steiner, Jule Schieder, Antonia Baaß, Laura Bröring (78. Helen Börner), Vanessza Nagy (90. Alexandra Nestel), Anja Heuschkel (78. Emilia Watermeier), Karla Brinkmann, Anne Wirnsberger (61. Kyra Spitzner), Selina Albrecht, Lia Henkelmann (61. Lia Henkelmann)
Spielplan der ERSTEN
SGS-Bericht
