Aktuelles rund um die Mannschaften

SGS-Trainer Markus Högner warnt sein Team vor Meppen - NRZ/WAZ vom 06.09.2019 (© Benedikt Burgmer)

Essen.  Das Auswärtsspiel beim Zweitligisten wird für die Essenerinnen keine Spazierfahrt ins Emsland. Das 0:3 beim SC Sand wirkt allerdings noch nach.

So richtig freuen konnten sie sich bei der SGS Essen über die Auslosung im DFB-Pokal nicht. Außer vielleicht Elisa Senß, für die das Auswärtsspiel am Sonntag (14 Uhr) gegen den SV Meppen eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte bedeutet. Für die übrigen Bundesliga-Fußballerinnen ist es jedoch in erste Linie ein sportlicher Gratmesser nach einem durchwachsenen Saison-Auftakt mit Sieg und Niederlage. Meppen darf man als ambitionierten Zweitligisten sicher nicht unterschätzen.

Meppen fehlte nur ein Punkt zum Aufstieg

„Von der Qualität des Kaders hätten sie schon in der vergangenen Spielzeit aufsteigen müssen“, erklärt SGS-Trainer Markus Högner. Den Aufstieg verpassten die Emsländerinnen damals nur um einen Punkt. Zwar belegten sie in der Endabrechnung lediglich Platz fünf. Da die erstplatzierten Zweitvertretungen von Wolfsburg und dem FC Bayern aber nicht aufsteigen durften, schafften Köln und Jena als Dritter und Vierter den Sprung in die Eliteliga. In dieser Spielzeit unternimmt der SV einen neuen Anlauf und ist mit zwei Siegen nach einem Remis zum Auftakt bereits gut aus den Startlöchern gekommen.

„Wir werden an unsere Leistungsgrenze gehen müssen“, weiß Högner. „Ich erwarte einen bis in die Haarspitzen motivierten Gegner, der unbedingt für eine Überraschung sorgen möchte.“ Und auch die Gastgeberinnen werden den holprigen Saisonstart der Essenerinnen verfolgt haben. Zum Auftakt gewann die SGS zwar mit 3:1 gegen Leverkusen, profitierte aber davon, dass die Bayer-Elf doch einige Großchancen liegen ließ. In Sand lief es genau anders herum: Trotz ausgeglichener Partie unterlag Schönebeck mit 0:3. Högner monierte die mangelnde Chancenverwertung und erneuerte damit die Kritik, die seine Mannschaft auch schon durch die Vorbereitung begleitet hatte. Eine intensive Analyse dessen erfolgte während der Länderspielpause.

Das Länderspiel-Trio fehlte in der Woche

Das aber ohne die Nationalspielerinnen Lea Schüller, Turid Knaak und Lena Oberdorf. Das Trio lief stattdessen in der Qualifikation zur EM in der DFB-Auswahl auf. Und alle drei stellten dort ihre Treffsicherheit unter Beweis: Schüller und Knaak trafen beim 10:0 über Montenegro, die 17-Jährige Oberdorf erzielte ihr erstes Länderspieltor beim 8:0 über die Ukraine, wo sie wie zuletzt in Essen als Innenverteidigerin auflief. Sollte allerdings Marina Hegering ihre muskulären Probleme überwunden haben, dürfte sich Oberdorf in Meppen wieder offensiveren Aufgaben widmen.

Von Benedikt Burgmer

Zurück