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SGS zieht mit einem Schützenfest ins Achtelfinale ein - WAZ vom 09.10.2017

Die SGS Essen ist mit einem Schützenfest ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Gegen den überforderten Regionalligisten 1. FC Brandenburg setzten sich die Bundesliga-Fußballerinnen von der Ardelhütte mit 10:0 durch. Der Traum von der Sensation hielt bei den Gastgeberinnen nur bis zur siebten Minute, als Manjou Wilde den Torreigen eröffnete. In Abwesenheit einiger Stammkräfte ragte bei der SGS Linda Dallmann mit drei Treffern heraus. Turid Knaak und Laura Radke steuerte jeweils einen Doppelpack bei.

„Wir wussten, dass wir hier weiterkommen müssen und haben diese Aufgabe seriös gelöst. Wenn man zehn Tore schießt, darf man nicht meckern. Aber es hätten sogar noch mehr sein können“, kommentierte Trainer Daniel Kraus. Torfrau Lisa Weiß, Irini Ioannidou, Sarah Freutel und Sara Doorsoun verordnete Essens Trainer in Mecklenburg-Vorpommern eine Pause. Nicole Anyomi stand gar nicht erst im Kader. Dafür gaben Jil Strüngmann im Tor sowie Talent Alida Dzaltur (16) in der Viererkette ihr Saisondebüt.

Doch so richtig konnten sie sich gar nicht zeigen. Das Geschehen spielte sich überwiegend in der gegnerischen Hälfte ab. „Neubrandenburg hatte keinen Torabschluss“, erklärte Kraus. Zu groß war der Druck der Essener Offensive. Immer wieder schafften sie es, mit ihrem Kombinationsspiel zu Abschlüssen zu kommen. Alle zehn Treffer waren herausgespielt. Lediglich in Halbzeit eins fiel die Ausbeute trotz erdrückender Überlegenheit noch überschaubar aus.

Nach dem frühen Führungstor durch Wilde erhöhten Lea Schüller und zwei Mal Dallmann im Zehn-Minuten-Takt auf 4:0. Nach dem Seitenwechsel legte die eingewechselte Radke gleich nach. Dabei war sie erst zwei Minuten auf dem Platz. Knaak stellte auf 6:0, ehe die SGS noch einmal zum Schlussspurt ansetzte. Neubrandenburg war nicht nur spielerisch unterlegen, auch die Kräfte gingen dem Außenseiter zusehends aus.

Innerhalb von sieben Minuten legten Schüller, Dallmann, Radke und Knaak dann noch jeweils einen Treffer nach. Nun darf man in Schönebeck auf etwas mehr Losglück als in der Vorsaison hoffen: Nachdem die SGS zum Auftakt den ebenfalls unterklassigen FC Bergedorf (5:0) geschlagen hatte, ging es im Achtelfinale zum 1. FFC Frankfurt, wo die Essenerinnen trotz zweimaliger Führung unglücklich mit 2:3 ausschieden.

FC Neubrandenburg - SGS Essen 0:10 (0:4)

SGS: Strüngmann – Dzaltur, Hochstein, Hegering, Klasen – Knaak, Lehmann, Feldkamp, Wilde (46. Radke) – Dallmann, Schüller.
Tore: 0:1 Wilde (7.), 0:2 Schüller (20.), 0:3 Dallmann (30.), 0:4 Dallmann (45.), 0:5 Radke (48.), 0:6 Knaak (59.), 0:7 Schüller (76.), 0:8 Dallmann (80.), 0:9 Radke (82.), 0:10 Knaak (83.).

Von Benedikt Burgmer

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